Wie du es schaffst, über die Vergangenheit hinwegzukommen

Ich habe mich in den letzten Wochen sehr mit der Aus­söh­nung mit meiner Ver­gan­gen­heit beschäf­tigt - irgendwie ja passend zum Abschluss des alten Jahres…

Dass Loslassen von Altlasten wichtig für das Wei­ter­kom­men ist, habe ich ja bereits mehrfach erwähnt. ?
Ein wichtiger Teil davon ist die Ver­söh­nung mit alten Situa­tio­nen, Menschen und Gefühlen. 

Wie du dich mit deiner Ver­gan­gen­heit versöhnst:

Jeder von uns hatte in der Ver­gan­gen­heit mit Situa­tio­nen zu kämpfen, die einem, selbst Jahre danach, noch immer in Gedanken her­um­geis­tern, die einen einfach nicht loslassen wollen.

Die Menschen gehen damit unterschiedlich um. 

Die einen nehmen dies gelassen hin, sind damit bereits im Reinen — sind sozusagen unbe­las­tet. Sie sind bereits versöhnt. ?

Dann gibt es die Art Menschen, die versuchen, diese Dinge weg­zu­schie­ben, zu ver­drän­gen. Sie wollen diese tief in sich begraben und vergessen.

Dies funk­tio­niert nur manchmal und v.a. nur kurz­fris­tig. Denn irgend­wann tauchen diese Emotionen uner­war­tet auf und treffen dich mit voller Wucht! Bumm! K.O. in der ersten Runde! ?

Aber dann gibt es auch diese Menschen, die an ihrer Ver­gan­gen­heit mit aller Gewalt fest­hal­ten. Bei jeder Gele­gen­heit wärmen sie die alten Geschich­ten auf, schaffen es, bei jedem x‑beliebigen Thema, das Ver­gan­ge­ne wieder hervorzuholen.

Sie klammern sich an ihre Ver­gan­gen­heit wie an einen Felsen, den sie irr­tüm­lich als Ret­tungs­ring halten, ohne dass ihnen eigent­lich bewusst ist, dass sie genau dieser Felsen in die Tiefe zieht… ?

Also, söhne dich mit deiner Ver­gan­gen­heit aus. Ich weiß, dass das oftmals nicht leicht ist. Schließ­lich hängen viele Emotionen daran, viele davon wurden im Laufe der Zeit auch noch brav von uns gefüttert und damit hat sich ganz viel Ballast dazugesellt. 


Was ist das Ziel, wenn wir uns mit unserer Vergangenheit versöhnen?

Wenn du in Zukunft an diese alten Situa­tio­nen denken wirst, wirst du dank Ver­söh­nung nicht mehr deiner ganzen Palette an Gefühlen aus­ge­lie­fert werden. Du kannst die Ver­gan­gen­heit neutral betrach­ten, der Schmerz ist weg und es belastet dich nicht mehr. Du bist frei und kannst beschwingt wei­ter­ge­hen…in deine Zukunft…ohne hin­der­li­chen Fels­klum­pen am Bein…

Jetzt willst du sicher die Anleitung dazu… ?

Meine persönliche Methode

Start ist — wie immer — eine Medi­ta­ti­on, damit ich voll­kom­men entspannt bin und in die Tiefe gehen kann. 

Dann setze ich mich mit dem jewei­li­gen Thema aus­ein­an­der, ich rufe die Situation mit all ihren Gefühlen hervor. Ich lasse die Emotionen richtig groß werden. Schließ­lich haben sie ein Recht darauf, ausgelebt zu werden…

Ich fange an, mich mit ihnen zu unter­hal­ten (ja, ich rede mit ihnen).

Hierbei geht es darum, ihnen ihren Wert zuzu­ge­ste­hen, sie zu achten und zu respek­tie­ren. Ihr Schicksal zu achten. Sie sind ein Teil von uns. Im Grunde ein wesent­li­cher Teil, denn schließ­lich empfinden wir sie deshalb so, weil wir so sind, wie wir sind. Sie gehören einfach zu uns. Und das gilt es, zu akzep­tie­ren — und ihnen mitzuteilen. 

Manchmal ist es auch notwendig, einfach zu erkennen, dass ich damals gar nicht anders hätte handeln können. Und zwar nicht auf Ver­stan­des­ebe­ne, sondern während ich mit meinem Unter­be­wusst­sein verbunden bin. 

Ich beschäf­ti­ge mich solange mit meinen Gefühlen, bis ich merke, wie Frieden einkehrt. Die Emotionen flauen ab, ich werde ruhiger und gelassener. 

Und dann sehe ich wie ein fried­vol­les, weißes Licht in mich einfließt, das sich in meinem Körper und meinem Ener­gie­feld aus­brei­tet, bis ich ganz erfüllt bin. Für mich ist dann die Aus­söh­nung mit dieser Situation abge­schlos­sen. Manchmal nehme ich dann einfach die nächste her…und so weiter. 

Ich habe mich so durch meine gesamte Ver­gan­gen­heit gear­bei­tet. Von der Emp­fäng­nis über die Kindheit bis zu meiner Gegenwart. Was an Situa­tio­nen und Themen aufkam, wurde von mir gelöst, versöhnt und in Frieden gebracht. 

Alle meine Rituale

Manchmal kann es sein, dass das einfache Auf­ar­bei­ten von bestimm­ten Situa­tio­nen nicht ganz ausreicht. 

Dafür gibt es die Erweiterung meiner Methode.

Alternatives Ende

Da ist es manchmal von Vorteil, wenn du alter­na­ti­ve Varianten durch­spielst… was hätte anders sein sollen?
Stell dir vor, diese damalige Situation wäre anders verlaufen… verändere die Geschich­te, entwickle ein positives Ende. Und dann verbinde dich mit dem positiven Gefühl.

Du ver­än­derst damit die emo­tio­na­le Erin­ne­rung an das ver­gan­ge­ne Geschehen — und damit die Aus­wir­kung auf dein heutiges Ich.

Diese Methode ist nicht ganz leicht und erfordert einiges an Übung, da du das eigent­lich Gesche­he­ne wie einen Film betrach­ten sollst, den du sozusagen umschreibst. Wenn du dann die ver­än­der­te Geschich­te durch­spielst, solltest du in der Lage sein, dich direkt hin­ein­zu­den­ken und alles wirklich emotional anders zu erleben.

Wie immer hoffe ich, dir mit meinen Tipps etwas geholfen oder dir zumindest pro­duk­ti­ven Input geliefert zu haben. 

Alles Liebe, Daniela

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