So stellst du dein Gedankenkarussell ab

Gedankenkarussell ~ immer im Kreis drehen sie sich, deine Gedanken…

Ich weiß, du kennst das auch: Dieses ständige Gedanken-Kreisen über Dinge, die eigentlich längst passé sind…

Diese andauernde Wiederkäuen von Gedanken, die dir keinen Vorteil bringen…

Absurd, wie sehr wir uns damit quälen…

Und wie wir uns alles Schöne kaputt denken können! Uns nur auf das Negative fokussieren. Sorgen machen. Vergangenes festhalten.

Doch damit ist jetzt Schluss!

Ich zeige dir ein paar Tipps, mit denen du dein Gedankenkarussell abstellen lernst.

Beginnen wir mit dem Sinn dahinter.

Oh ja, Grübeln macht Sinn.

Zumindest gaukelt es uns einen Hauch von Kontrolle vor. Wenn du dir nämlich alles Negative, was möglich ist, in Gedanken durchspielst, hast du das Gefühl, auf alles vorbereitet zu sein. Sprich, du gibst dir damit ein bisschen Sicherheit. Dein Verstand sagt dir, dass du damit aktiv etwas für Kontrolle & Sicherheit tun kannst.

Ist leider nicht wirklich so. Denn in Wahrheit machst du dir Gedanken um Dinge, die höchstwahrscheinlich nie eintreffen werden.

Wenn wir mal die typischen Zukunftssorgen hernehmen. Egal, was du in Gedanken an Horror-Szenarien durchspielst, so schlimm war/wird es in den wenigsten Fällen.

Denk einfach mal zurück: Worüber du dir Sorgen gemacht hast und diese dann vollkommen unbegründet waren?

Wird ziemlich oft so gewesen sein, nicht wahr?

Positives Denken vs. Negativität

Oder wie sieht es bei dir aus, möchtest du auch mehr positiv denken & versuchst dafür, deine negativen Gedanken loszuwerden? Tja, so funktioniert das nicht, weil du dich darauf konzentrierst, deine Negativität mit „Gewalt“ loszuwerden… also fokussierst du dich auf das, was du nicht willst.

Du trainierst dich darauf, das loszuwerden, was du partout nicht in deinem Leben haben willst. Du tust & tust… und nichts ändert sich.

Deine ganzen Gedanken kreisen darüber, wie du das Problem loswirst.

Dabei machst du es selbst erst zu diesem Problem. Weil du es sozusagen fütterst. Mit deiner Energie. Mit deiner Aufmerksamkeit.

Positiv denken funktioniert nur, wenn du bereit bist, das negative auch zu akzeptieren. Es anzunehmen. Als Teil von dir ~ als Teil deiner Welt.

Wobei ich hier wiederhole: Was für dich negativ ist, liegt allein an deiner eigenen & persönlichen Bewertung! Vergiss das nicht!

Lerne, zu akzeptieren, was gerade da ist. Nimm dich selbst damit an. Akzeptiere, dass du momentan diese Gedanken hast. Es ist absolut okay.

Je mehr du akzeptieren kannst, dass diese negativen Gedanken nur bedingt ein Problem sind, umso weniger Probleme werden sie dir bereiten.

Wenn du sie allerdings aufbauschst, werden sie schier unüberwindlich wirken… Es liegt also tatsächlich an dir, ob du sie wachsen oder schrumpfen lässt.

Auch dies zur Wiederholung: Ich werde niemals behaupten, das wäre leicht!

Ich zeige dir hier Erklärungen & werde dir Tipps geben. Damit du das verändern kannst.

Denn du kannst das verändern! Du allein kannst das verändern! Deine Einstellung, dein Mindset, dein Leben!

Hadern mit deiner Vergangenheit

Auch hier die ewige Leier… Was vergangen ist, kannst du nicht mehr ändern.

Du hast keinen Einfluss auf deine Vergangenheit. Du kannst nur im Jetzt etwas tun. Und in diesem Fall etwas für dein Mindset.

Entscheidungen in der Vergangenheit hast du mit deinem damaligen Wissenstand getroffen ~ nach bestem Wissen & Gewissen.

Was du danach herausgefunden hast, konntest du vorher nicht wissen. Aus. Basta. Schluss. Dir selbst vorzuwerfen, dass du keine Kirstallkugel hattest oder nicht sonstwie hellsehen konntest, ist wahrlich nicht fair!

Fehler, die du in der Vergangenheit gemacht hast ~ sind 1. nur deine als Fehler bewerteten Situationen & 2. die kannst du auch nicht mehr verändern.

Also, wieso hängst du mit deiner ganzen Energie bei Dingen, die du nicht kontrollieren kannst?

Frage dich das mal ganz logisch selbst… Mehr dazu findest du dann in den Tipps!

Zum Thema Vergangenheits-Bewältigung habe ich Folgendes für dich:

Vergangenheit loslassen

Stopp dein Gedankenkarussell!

So, aber jetzt kommen wir zu dem Teil, der so richtig interessant für dich ist.

Wie du mit deinen negativen Gedanken umgehen kannst, um dein Kreisen, deine Karussell-Fahrten zu beenden…

Tipp #1 | Bewusstmachen deiner Gedanken

Mach dir bewusst & erkenne deine Gedanken ~ und zwar alle.

Werde dir klar darüber, wie du tickst. Wie du denkst & fühlst. Welche Glaubenssätze & Denkmuster dahinterstecken. Wie du alles bewertest.

Sieh einfach genau hin.

Wenn du zB wieder mal dir selbst die Schuld an etwas gibst oder dich runtermachst, dann frage dich selbst:

Ist das tatsächlich wahr? Welche Fakten sprechen dafür? Gibt es überhaupt Beweise? Oder ist es nur mein eigenes Denken & meine Bewertung?

Zweifle einfach mal deine Gedanken an…

Und hinterfrage, wo diese Gedanken ihren Ursprung haben…

Meist werden dir dann Sätze aus deiner Kindheit einfallen oder auch Gefühle… Denkmuster, die dir als Kind eingeprägt wurden.

Frage dich selbst, ob sie wahr sind… oder ob du nicht schon längst Gegenbeweise gefunden hast.

Gedanken sind nur Gedanken. Sie spiegeln nur dein antrainiertes Verhalten wider.

Und genau wie du dir dieses Denken antrainiert hast, kannst du dir auch ein anderes antrainieren.

Darum mach dir bewusst, welche Gedanken du hast & sortiere mal aus.

Lerne, zu akzeptieren, dass du diese Gedanken aus deiner Kindheit hast, und dass du selbst entscheiden kannst, ob du ihnen weiterhin glaubst oder eben nicht.

Mach dir klar & bewusst, dass deine Gedanken nur Gedanken sind & noch lange nicht der Wahrheit entsprechen!

Gedanken sind Meinungen… deine Gedanken sind deine Meinungen über dich, dein Leben, dein Umfeld… basierend auf deinem ganz persönlichen Wertesystem.

Und Meinungen kannst du jederzeit ändern! Sieh hin & verändere sie zu deinen Gunsten!

Also, runter vom Gedankenkarussell!

Tipp #2 | Perspektivenwechsel

Geh raus aus deinen Gedanken.

Beobachte sie. Beobachte, wie du sie denkst. Als würdest du von außen zuhören, was deine Gedanken dir sagen…

Nimm wahr, was du gerade denkst. V.a. wenn du gerade negativ denkst.

ZB wenn du dich über etwas ärgerst… Betrachte diesen Ärger von außen.

Der Clou an der Sache ist, dass du damit bereits eine emotionale Distanz zu deinen Gedanken schaffst ~ dadurch verlieren sie an Macht über dich.

Du brauchst sie noch nicht mal bewusst zu verändern. Allein das neutrale Beobachten sorgt dafür, dass du von deinen Gedanken weniger beeinflusst wirst.

Tipp #3 | Dialog führen

Ja, genau, führe mit deinen Gedanken einen Dialog. Und widersprich den negativen Gedanken einfach.

Sorge für logische Argumente. Wie bereits weiter oben geschrieben, hinterfrage den Wahrheitsgehalt. Und finde Antworten ~ logische Antworten.

Beispiel:

„Ich mach alles falsch!“

Stimmt das wirklich? Geh deine ganze Vergangenheit durch. Vergleiche deine Fehler mit deinen Erfolgen.

Im Endeffekt wirst du sehen, dass du wesentlich mehr Erfolge hattest…

Denk aber daran, dies tatsächlich logisch zu machen. Und nicht von deinem negativen Denken bewertet. Mach es eher als neutraler Beobachter…

Du kannst natürlich auch weiterfragen: Was mache ich eigentlich falsch ~ in meinen Augen? Und wie kann ich das besser machen?

Finde eine Strategie. Oftmals ist es reine Übungssache, etwas besser zu machen..

Oder auch, Negatives loszulassen & mehr positiv zu denken.

Deine Strategie: ÜBEN!

Tipp #4 | Fokus auf Positives

Der Tipp kommt bei mir immer vor! Weil das einer der wichtigsten ist.

Denn dort, wo deine Aufmerksamkeit hingeht, dort fließt deine Energie hin!

Das, worauf du dich fokussierst, das wird größer, das fütterst du.

Also, such dir die schönen Gedanken & gib denen mehr Energie.

Damit meine ich natürlich nicht, dass du jetzt anfangen sollst, deine negativen Gedanken zu verdrängen ~ das wird sowieso nicht funktionieren.

Nein, werde dir bewusst, dass sie da sind ~ nutze Tipp #1 & #2 & #3 ~ und überlege dir, woran du eigentlich lieber denken möchtest.

„Ich mach alles falsch!“

Okay, ich denke gerade, dass ich alles falsch mache.

Ist das wirklich so? Immer?

Das entspricht, nach genauerem Hinsehen, nicht ganz der Wahrheit. Denn ich habe sehr wohl vieles richtig gemacht: … 1. / 2. / 3. etc.

Eigentlich möchte ich jetzt lieber daran denken, was ich heute gut gemacht habe:… 1. / 2. / 3. etc.

Durch gezieltes Vorgehen kannst du deinen negativen Gedanken die Macht über dich nehmen!

Denk daran, du entscheidest, welche Gedanken für dich vorrangig sind. Worauf du den Fokus legen möchtest.

Doch verteufel dich selbst nicht, nur weil es nicht auf Anhieb klappt. Oder weil du schon wieder negativ denkst… Weil du schon wieder eine Runde auf deinem Gedankenkarussell drehst…

Bitte werde dir klar darüber, dass so unglaublich viel unbewusst passiert. V.a. in deinen Gedanken.

Mehr dazu erfährst du im Artikel: Wie du dein Unterbewusstsein für dich nutzen kannst

Übe dich einfach im Bewusstwerden deiner Gedanken. Das ist der Anfang. Und dann steigere dich. Und sei dir auch klar, dass du selbstverständlich auch negativ denken darfst. Akzeptiere das. Das ist absolut normal.

Bleib nur nicht darin hängen. Stell einfach nur dein Gedankenkarussell ab.

Ich habe noch einen letzten Tipp für dich:

Tipp #5 | Verständnis

Hab Verständnis für dich & für andere!

Du fragst jetzt, was hat das mit meinen negativen Gedanken, mit meinem Gedankenkarussell, zu tun?

Im Grunde alles! Denn, wenn du verstehst, wie du tickst & dass alle anderen Menschen anders als du ticken ~ sprich, dass jeder Mensch einzigartig ist, sein eigenes Verhalten & Denkmuster hat, seine eigenen Erfahrungen & Wert hat, dass jeder Mensch sich im Grunde unterscheidet & du daher niemals von dir auf andere schließen kannst ~, wenn du das verstehst, dann sind viele deiner negativen Gedanken hinfällig. Nämlich jene Gedanken, die du nur aufgrund deines Umfelds über dich dich hast.

Jeglicher Ärger sowie Wut & Enttäuschung fallen sanfter aus.. weil du verstehst. Weil du verstehst, dass dieses Gefühl aus einer Erwartung deinerseits entsteht, die der/die andere nicht erfüllen konnte…

Weil du verstehst, dass jeder Mensch sein eigenen Päckchen zu tragen hat & auch mal schlecht gelaunt sein darf. Weil nicht alles mit dir persönlich zu tun hat.

Weil deine Gedanken ganz einfach deine sind. Die du dir selbst machst, nach deinen Vorstellungen…

Hab Verständnis, dass jeder Mensch gleich unperfekt ist. Dass jeder Mensch von seinen Gefühlen, seinem Mindset getrieben wird & seine ganz eigenen Gründe für sein Handeln hat. So wie du auch!

Und dass wir absolut alles subjektiv sehen!

Darum zeige Verständnis. Lerne, verständnisvoll zu sein!

Du wirst auf jeden Fall davon profitieren!

Runter & raus vom Gedankenkarussell…

Ich hoffe, dir ein bisschen Einblick in deine Gedankenwelt gegeben & dir mit meinen Tipps einen Weg aufgezeigt zu haben, der dir nützlich sein kann, dein Gedankenkarussell zu stoppen ~ oder zumindest zwischendurch mal innezuhalten.

Wie immer heißt es bei mir: Nimm dir das mit, was für dich stimmig & brauchbar ist!

Alles Liebe, Daniela

P.S.: Mein kleine 3 ½-Schritte-Methode für schrittweise Akzeptanz.

Schritt #1 | Ich nehme es zur Kenntnis.

Erkenne deine Gedanken genau jetzt an. Nimm sie zur Kenntnis. Du hast sie jetzt. Erkenne einfach, das sie da sind.

Schritt #2 | Ich habe verstanden.

Verstehe einfach, warum du diese Gedanken jetzt hast. Es gibt einen Grund. Du wurdest getriggert. Du hast dich geärgert. Die Gedanken wollen dir einfach etwas aufzeigen ~ Muster, Trigger, Glaubenssätze etc.

Verstehe es.

Zwischenschritt #2 ½ | Wenn nötig, dann sag dir nochmal: Ich nehme sie zur Kenntnis.

Erkenne an, dass du den Grund verstanden hast.

Schritt #3 | Ich akzeptiere sie/es.

Jetzt kannst du deine Gedanken viel einfacher akzeptieren.

Ich habe noch mehr Inspiration zum positiveren Mindset für dich:

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