7 praktische Tipps, um deinen Perfektionismus in den Griff zu bekommen

Hast du auch mit deinem Per­fek­tio­nis­mus zu kämpfen? Egal, was du beginnst, was du machst, nichts ist im Endeffekt gut genug für dich?

  • Du zögerst die Been­di­gung deines Projekts hinaus, weil du ständig Ver­bes­se­run­gen vornimmst — das gehört noch besser, das muss noch verändert werden etc.
  • Du brauchst für deine Arbeit oft weit länger als andere, weil du alles perfekt machen willst und kei­nes­falls etwas als erledigt ansiehst, was in deinen Augen nicht optimal ist. Oder du hast nach Abgabe ständig das Gefühl, dass die Arbeit nicht korrekt war, dass dir Fehler unter­lau­fen sind.
  • Du bist frus­triert, wenn dein innerer Kritiker den geba­cke­nen Kuchen nicht als perfekt ansieht.
  • Dein Kunstwerk wird zum 5. Mal neu gemacht, bis du endlich halbwegs zufrieden ist.
  • Wenn dich jemand für dein Können lobt, spielst du dieses Lob so weit runter, als wäre das eine Lappalie, obwohl du aus­ge­spro­chen viel Zeit und Energie inves­tiert hast.
  • Du planst alles bis ins kleinste Detail, damit du auf alles vor­be­rei­tet bist. Und dann passiert eine Klei­nig­keit, die du nicht ein­be­rech­net hast und wirft dich komplett aus der Bahn.
  • Du bist so versessen darauf, jegliche Fehler zu vermeiden, dass du dich so unter Druck setzt, dass du mit nichts, was du tust, Freude hast.
  • Du hast enorme Ansprüche an dich selbst, die du aller­dings kaum erreichen kannst. Dadurch bist du ständig unzu­frie­den mit dir.

Also, wenn du dich in irgendeinem Punkt wiedererkennst, dann leidest du wohl auch an übertriebenem Perfektionismus.

Dein innerer Kritiker ist unglaub­lich hart dir selbst gegenüber. Im Grunde kann ihn nichts, was du tust, zufrieden stellen. Er wird immer etwas finden, was noch immer nicht optimal ist.

Auch wenn manche Per­fek­tio­nis­mus für eine rühmliche und positive Eigen­schaft halten, kann er enorme Nachteile für dein Leben haben: Abgesehen davon, dass du ständig unter Strom stehst und unglaub­lich gestresst bist, ver­schwen­dest du wertvolle Zeit und Energie, die du weit sinn­vol­ler nützen könntest.

Außerdem neigst du dazu, bei der Arbeit inef­fi­zi­ent zu sein, weil du immer alles ver­bes­serst, hin­aus­zö­gerst oder aus Angst vor Fehlern nach­prüfst.

Auch wirst du niemals ein Erfolgs­er­leb­nis haben, weil du unrea­lis­ti­sche Ziele anvi­sierst, die nahezu unmöglich zu erreichen sind und du das Nicht­er­rei­chen somit immer wieder als Miss­erfolg werten wirst. Das versagt dir das enorm gute Gefühl der Befrie­di­gung, wenn du erfolg­reich bist.

Zum Ersten, du bist nicht allein und zum Zweiten, du kannst den Perfektionismus auch loswerden.

Hier ein paar allgemeine Tipps, wie du mit deinem Perfektionismus umgehen solltest:

Rationales Argument an deinen Verstand:

Meiner Meinung nach ist nichts, was der Mensch fabri­ziert, absolut perfekt! Was ist eigent­lich Per­fek­ti­on? In der Natur ist es die Ein­zig­ar­tig­keit, die Beson­der­heit jedes einzelnen Blattes…Perfektion ist eigent­lich die Unvoll­kom­men­heit!

Also nimm dir daran ein Beispiel und feiere die Unvoll­kom­men­heit! Du kannst deine per­sön­li­che Defi­ni­ti­on von “perfekt = makellos” einfach nicht erreichen!

Allein dieses Argument hilft dir schon, gelas­se­ner zu reagieren.

Fehler akzeptieren:

Ohne Fehler keine Erfolge! Nur wer bereit ist, Fehler zu machen, kann sich wei­ter­ent­wi­ckeln und den Weg des Erfolges beschrei­ten. Die Trial&Error-Methode ist gängige Praxis, mach sie dir zunutze!

Akzep­tie­re, dass auch du Fehler machst, wie jeder andere Mensch. Hey, nobody is perfect! Und wenn du Fehler als Chance siehst, etwas zu verändern, dann bist du allen anderen schon einen Rie­sen­schritt voraus!

Unbeeinflussbarkeit akzeptieren:

Es gibt Situa­tio­nen, die du, egal wie gut du planst, einfach nicht beein­flus­sen kannst. Die passieren, ob du darauf vor­be­rei­tet bist oder nicht! Lass los! Akzep­tie­re, dass du manchmal einfach machtlos bist und sich die Welt auch ohne dich wei­ter­dreht.

Fokus­sie­re dich statt­des­sen auf das, was du beein­flus­sen kannst.

Akzeptieren & Loslassen
Fokussieren:

Kon­zen­trie­re dich auf das große Ganze, behalte den Überblick und pass auf, dass du dich nicht in Details ver­zet­telst.

Starte einfach, mach zuerst das Grobe, und wenn dann noch Zeit ist, kannst du dich um die Details kümmern.

Regeln aufstellen:

Strebe ein für dich optimales Qua­li­täts­ni­veau an, abhängig von deiner Bereit­schaft bezüglich Leistungs- und Energie-Aufwand.

Gewöhn dir einfach an, dass 80% genug sind! So hast du sogar noch Luft nach oben, damit du auch über dich hinaus wachsen kannst und damit sogar gleich ein zusätz­li­ches Erfolgs­er­leb­nis hast!

Prioritäten setzen:

Mach dir eine Prio­ri­tä­ten­lis­te: Schreib auf, was ist dringend, was kann warten, was ist wichtig, was nicht… Schau auch drauf, was du dele­gie­ren kannst! Lern, abzugeben! Andere können die Dinge gleich gut oder sogar besser als du… 

Einfach starten:

Leg einfach los, ohne vorher endlos zu planen. Beende deinen War­te­mo­dus und starte dein Projekt jetzt! Du wirst sehen, es ist weit einfacher, als du denkst!

Ich hoffe, dass dir diese praktischen Tipps helfen, deinen Perfektionismus in den Griff zu bekommen.

Wie immer musst du dir diese neuen Ange­wohn­hei­ten antrai­nie­ren. Das dauert natürlich seine Zeit. Ich spreche hier aus Erfahrung.

Spirituelle Betrachtung

Zusätz­lich möchte ich in diesem Artikel noch einen Schritt wei­ter­ge­hen und die grund­le­gen­de Ursache her­aus­fin­den und dir ener­ge­tisch beim Bewäl­ti­gen helfen, um das Ganze etwas zu beschleu­ni­gen.

Also habe ich mich auch spi­ri­tu­ell mit diesem Thema aus­ein­an­der­ge­setzt. Wie immer, wenn ich an aktuellen Themen arbeite, bekomme ich von meiner Seele Unter­stüt­zung und Lösungs­vor­schlä­ge. Die obigen Tipps sind ja schon mal ein guter Anfang.

Die Ursache für über­trie­be­nen Per­fek­tio­nis­mus liegt in der Kindheit, zB wenn dir immer gute Leis­tun­gen abver­langt wurden, dir Lob und Aner­ken­nung aber größ­ten­teils versagt blieben. Wenn du ständig mit dem Druck, immer dein Bestes zu geben, auf­ge­wach­sen bist. Wenn du so gut wie nie Liebe um deiner selbst willen bekommen hast, sondern eher noch Kritik an deiner Per­sön­lich­keit ein­ste­cken musstest.

Wenn du also an deine Kindheit denkst, welche Erinnerungen bezüglich Leistung kommen hoch?

Diese leis­tungs­ori­en­tier­te Erziehung hat in dir einen Mangel an Selbst­lie­be ausgelöst. Dieser Mangel wächst natürlich, je mehr du in deinen Per­fek­tio­nis­mus inves­tierst.

Du bist hierbei in eine Negativ-Spirale gerutscht, denn je weniger du dich selbst liebst, umso mehr Leistung erwartest du von dir, was wiederum — in deinen Augen — zu Miss­erfolg führt und das reduziert deine Selbst­lie­be immer weiter.

So, die Lösung? Aussteigen!

Nutze die oben genannten Tipps, um deinen Per­fek­tio­nis­mus zu redu­zie­ren. In der dadurch gewon­ne­nen Zeit kannst du dich um deine Selbst­an­nah­me und Selbst­lie­be kümmern.

Was benötigst du dafür? Einen Spiegel und ganz viele Komplimente!

Gewöhn dir an, dich regel­mä­ßig vor den Spiegel zu stellen und dir selbst Kom­pli­men­te zu machen! Und zwar mehr Kom­pli­men­te zu deiner Person und weniger zu deinen Leis­tun­gen! Wir wollen ja die Selbst­lie­be stärken und diese ist unab­hän­gig von Erfolgen!
(Übungs­blatt Selbst­an­nah­me & Selbst­lie­be)

ich liebe mich

Eine weitere aus­ge­zeich­ne­te Methode, die ich dir empfehle, ist, dass du des Öfteren in dich gehst, medi­tierst und mit dir selbst positive Gespräche führst, dich im Geiste umarmst und fest­hältst.  (Medi­ta­ti­on)

Kurz Meditationen

Mach auch soge­nann­te Rück­füh­run­gen, in denen du dich selbst in deine Kindheit zurück­ver­setzt und dein inneres Kind fragst, was es braucht. Lass ihm deine Liebe zuteil werden. Du kannst so in jede ver­gan­ge­ne Situation switchen und deinem inneren Kind, egal welchen Alters, mit Liebe begegnen und so deine Selbst­lie­be stärken.

Es ist unglaub­lich wichtig, dass du lernst, dich selbst anzu­neh­men und zu lieben. Denn dann findest du zu deiner Mitte, deiner Kraft zurück und du kannst absolut alles mit einer gewissen Leich­tig­keit bewäl­ti­gen.

ich bin gut zu mir selbst
Deine Lebensqualität verbessert sich und du kannst dein Leben genießen!

Also, ver­ab­schie­de dich vom Per­fek­tio­nis­mus und heiße dein geliebtes Selbst will­kom­men! 

Solltest du dies­be­züg­lich Hilfe benötigen, zögere nicht, mich zu kon­tak­tie­ren (Kontakt)!

Alles Liebe,

Daniela

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