Wieso es keine schlechten Gefühle gibt…

Schlechte Gefühle | Take 1

Folgende Szenerie:

Du bist wütend. So unglaublich wütend. In dir spürst du, wie sich dein Magen verkrampft & wie die Tränen der Wut in deine Augen schießen.
Du kriegst fast keine Luft & deine Stimme überschlägt sich, nachdem du schon so richtig laut geworden bist.

Ja, du bist ausgerastet vor Wut & hasst dich hinterher dafür. Und du schimpfst auf dieses beschissene, gemeine Gefühl ~ auf die Wut.

Oh, es ist schlecht.
Es ist fies.
Es ist gemein.

Hier muss ich dir leider widersprechen!

Die Wut an sich ist nicht gemein oder fies oder schlecht…
Wut ist lediglich ein Gefühl. Nichts weiter. Einfach nur ein Gefühl.

Und du denkst dir jetzt: „Und wieso fühle ich mich dann so schlecht?“

Wieso wir von schlechten Gefühlen sprechen…

Mit dieser Frage bist du genau richtig unterwegs. Du fühlst dich schlecht.

Du fühlst dich schlecht, wenn du wütend bist!

Das Gefühl Wut an sich ist neutral. Du bewertest es aber anhand deiner Denkmuster & Glaubenssätze.

Schon als Kind wurde dir eingetrichtert, welche Gefühle gut sind & welche schlecht.

WERTESYSTEM

Aber es kommt noch dicker: Dir wurde auch weisgemacht, dass du die sogenannten schlechten Gefühle auf jeden Fall unterdrücken sollst, denn die sollst du ja nicht fühlen.

Nicht nur „nicht zeigen“… Nein, nicht einmal fühlen solltest du sie!

Und damit hast du angefangen, sie zu verdrängen, zu verstecken, zu ignorieren.

Doch das funktioniert auf Dauer nicht. Irgendwann bricht dieser brodelnde Vulkan aus.

Und dann hast du nicht nur einen Wutausbruch, in dem die Gefühle hervorbrechen, sondern du hast auch körperliche Reaktionen, weil das Gefühl so riesengroß wurde.

Wenn du auf der einen Seite etwas verdrängst (Gefühle), tritt es an anderer Stelle hervor (Körper)…

Zur Erklärung

Wir sind eine Einheit. Körper, Verstand, Gefühle… Unterbewusstsein, Bewusstsein…Ego, Seele…

Alles, absolut alles spielt gemeinsam… wie in einem Orchester.

Wenn du jetzt bestimmte Instrumente hinausnimmst oder sie etwas anderes spielen lässt, hast du keine harmonische Komposition mehr. Dann klingt das ganze Orchester grauenhaft & das Stück, das sie spielen tut vermutlich in den Ohren weh.

Und genau so läuft es bei dir selbst. Wenn du aus der Balance bist, dann kann sich das in Disharmonie ausdrücken. zB extreme Gefühlsausbrüche, körperliche Verkrampfungen, überaktiver Verstand (Gedankenkreisen) etc.

Und du hast es von klein auf gelernt, Gefühle zu unterdrücken & deinen Verstand zu trainieren.

Beinahe alles läuft schon über deinen Verstand ab… Der hat eine sehr hohe Wertigkeit.

Wie oft hast du in deiner Kindheit (und darüber hinaus) folgende Worte gehört: „Sei doch vernünftig!“

Ständig der Appell an den Verstand.

Und der analysiert, kategorisiert & bewertet.

Keine Frage, der Verstand ist wichtig. Aber er hat sein eigenes Aufgaben-Gebiet. So wie die Gefühlsebene ihres hat. Und das Ego wieder ein anderes.

Jede Facette deines Seins hat ihr Aufgabengebiet. Und wenn du einer Seite die Aufgabe wegnimmst, dann sucht sie sich zwangsläufig eine Alternative.

Ungleichgewicht. Extreme. Disharmonie.

Und schlecht fühlst du dich deswegen, weil du ein Gefühl zeigen musstest, dass du nicht zeigen wolltest. Das du verdrängen solltest.

Du hast etwas ausgelebt, dass du dir selbst (Wertesystem, Denkmuster) verboten hast.

Damit fühlst du dich auf jeden Fall schlecht.

Noch dazu kommen die körperlichen Reaktionen, die noch ihr übriges tun, um dich noch schlechter fühlen zu lassen.

Der Grund dafür, dass du dich schlecht fühlst, ist aber die Verdrängung!

Also, Verdrängen funktioniert nicht!

Denn alles, was wir verdrängen, möchte irgendwann umso stärker an die Oberfläche.

Und damit sind wir schon mittendrin, in den missverstandenen & als negativ bewertenden Gefühlen.

Denk einfach einmal kurz nach, welche Gefühle durftest du als Kind nicht offen zeigen?

Wut, Angst, Verzweiflung, Trauer, Ärger, Enttäuschung, Misstrauen, Stolz, Mutlosigkeit, Neid, Eifersucht…

Wie geht es dir dabei, zurückzudenken?

Spürst du, wie einige diese Gefühle gerade hochkommen?

Es ist okay! Lass sie einfach zu.

Nicht verdrängen! Auf keinen Fall verdrängen!

Du kannst genau jetzt daran arbeiten! Lass sie einfach zu und lies weiter…

jedes Gefühl hat seinen Zweck | schlechte Gefühle

In diesem Artikel zeige ich dir & deinem Verstand, dass jedes „negativ bewertete“ Gefühl seine Berechtigung hat, sogar dass es einen positiven Zweck hat!

Außerdem teile ich mit dir meine Tipps, wie du damit besser umgehen kannst.

♡ ANGST

Angst ist ein wesentlicher Bestandteil, der das Überleben der Menschheit gewährleistet hat. Ohne Angst wären wir ausgestorben.

Angst hilft uns, einerseits vorsichtig zu sein, aufzupassen und andererseits (heutzutage) zeigt sie uns auf, wenn wir uns aus gewohntem Terrain hinausbewegen oder wenn uns etwas besonders wichtig ist.

Angst wirst du immer dann haben, wenn du etwas Neues machst. Wenn du etwas machst, das dir wichtig ist. Wenn du unsicher bist.

Sie zeigt dir u. A., dass du verletzte Anteile in dir hast, alte Denkmuster & Glaubenssätze sowie mangelndes Vertrauen in dich & deine Fähigkeiten.

Angst ist eigentlich das universelle Gefühl – alle nachfolgenden Emotionen, die ich dir vorstelle, sind oftmals nur Unterkategorien der Angst. Ihnen allen liegt eigentlich eine Angst zugrunde.

➤ Wie kannst du mit deiner Angst umgehen & sie nutzen | in 3 Schritten:

#1 ZUHÖREN

Lausche deiner Angst. Was sagt sie dir?

Wovor hast du genau Angst?

Wenn du lernst, zuzuhören, dann kannst du die entsprechenden Denkmuster & Glaubenssätze, die dieser Angst zugrunde liegen, herausfinden.

Dann weißt du, wieso du Angst hast.

#2 AKZEPTIEREN

Nimm deine Angst an. Sag dir selbst, dass es vollkommen okay ist, Angst zu haben!

Es ist nämlich okay! Angst ist ein natürliches Gefühl. Angst kommt so oft vor! Sie hat ihre Berechtigung.

Und wenn du weißt, woher deine Angst kommt, dann weißt du auch, wieso sie ihre Berechtigung hat. Und wenn du „nur“ auf einen veralteten Glaubenssatz stößt, der keine Relevanz mehr haben sollte.

Yeah! Erfolg! Sie hat dir etwas Wesentliches mitgeteilt! Du bist dank ihr schlauer, erkenntnisreicher & nun in der Lage, das zu nutzen!

Sei dankbar!

Und akzeptiere deine Angst! Akzeptiere ihren Sinn!

#3 LOSLASSEN

Du erkennst also ihren Nutzen! Super!

Dann kümmere dich um zB den Glaubenssatz. Lass ihn los…

Meine liebsten Rituale zum Akzeptieren & Loslassen:
Hier habe ich für dich deinen Wegweiser aus der Angst:

Wenn du einfach nur Angst vor Veränderung hast, was ebenfalls vollkommen menschlich ist, dann kannst du sie mit obigen Methoden auch gut loslassen.

Mehr zu Angst vor Veränderung erfährst du in folgendem Abschnitt:

Angst ist also hilfreich, ja. Was dir allerdings nicht hilft, ist, wenn du dich in der Angst verlierst. Du die Kontrolle verlierst. Und auch wenn du dich mit deiner Angst komplett identifizierst. Und das ist wahrlich kein schönes Leben.

Darum lerne, mit deiner Angst umzugehen. Nutze die obigen 3 Schritte, um deiner Angst zu begegnen, sie kennenzulernen, zu akzeptieren und dann loszulassen.

Geh in die Tiefe

Das heißt jetzt nicht, dass du nie mehr Angst haben wirst. Nein, es heißt, dass du mit deiner Angst umgehen kannst, dass sie dich nicht blockieren oder einschränken kann. Dass du frei bist, darauf einzugehen und trotz deiner Angst, weiterzumachen oder anzufangen. Dass du dir einfach deine Macht zurück holst und selbst entscheidest, ob du ihr nachgibst oder ob du sie überstimmst.

Wenn du lernst, die Angst als Indikator zu sehen, dann kannst du sie wundervoll nutzen und kommst so viel weiter – in allem, was du tust – als jene, die sich ihrer Angst ergeben.

Aber ich habe ja noch so viel mehr für dich…

Ich weiß, du willst noch mehr Erkenntnisse, weil du weißt, dass genau diese Erkenntnisse wirklich wertvoll für dein Verständnis deiner Persönlichkeit & deiner inneren Vorgänge sind. Und du selbstverständlich wissen willst, wie du damit umgehen kannst.

♡ NEID & EIFERSUCHT

Oh ja, ein Klassiker im Erwachsenenleben.

Irgendwie ein Paradebeispiel der menschlichen Dualität – der Mensch will immer genau das, was er nicht hat!

Und empfindet bei Menschen, die das haben, Neid & Eifersucht.

Damit können wir die beiden Emotionen so eingrenzen: sie entstehen aus dem Mangel-Denken heraus.

Den Erfolg, den sie hat, den will ich auch!

Die Liebe, die er hat, die will ich auch!

Wieso hat die/der das und ich nicht?

Und wenn dieses Mangel-Denken über Neid & Eifersucht hinausgeht, kommen wir zur Missgunst. Dann wird der/dem alles mögliche Schlechte gewünscht…

Oh ja, da sind wir jetzt wirklich tief drin – in der Dunkelheit…

Und ich merke schon, wie du auf meine positive Aussage wartest. Denn, wie kannst du das als nicht negativ bewerten? (Yep, doppelte Verneinung! ?)

Voilà, hier ist sie:

Es ist so simpel! Ich habe es dir bereits im 4. Satz gesagt.

Ja, genau: Mangel-Denken!

Du kannst damit deinen Mangel erkennen. Was dir fehlt. Und wenn du es richtig anstellst, kannst du so rausfinden, was du wirklich willst.

Denn, genauer betrachtet, willst du nicht ihren Erfolg oder seine Liebe! Du willst deinen Erfolg & deine Liebe! Und eigentlich ist das etwas ganz anderes. Weil du dir klar machen solltest, was du wirklich willst.

Wie soll dein Erfolg aussehen?

Wie soll deine Liebe sein?

Neid, Eifersucht & Missgunst machen dir klar, was dir fehlt und wie wichtig dir das ist.

Je tiefer du in dieser Dunkelheit steckst, umso weniger bewusst ist dir, dass du

  • dir selbst wichtig sein sollst,
  • deine wahren Wünsche & Bedürfnissen kennen sollst,
  • dich selbst kennen sollst,
  • dich selbst entsprechend verändern sollst, um zu erreichen, was du erreichen willst.

Also, dein Mangel-Denken zeigt dir das Wesentliche auf. Natürlich wäre es ganz schön finster, wenn du dich ständig dort aufhalten würdest. Das bringt dich ja nicht dorthin, wo du eigentlich hinwillst.

Denn dein Neid auf eine Person ändert nicht dein Leben oder gibt dir das, was du willst. Auch dieser Person alles Schlechte zu wünschen, hilft dir nicht. Im Gegenteil, es zieht dich runter und hält dich fest.

Und gleich wie bei der Angst, geht es darum, dass du mit der Hilfe deiner Emotionen erkennst und dann lernst, zu akzeptieren & loszulassen.

EIFERSUCHT als Verlust-Angst

Eifersucht zeigt sich aber auch als Verlust-Angst – v.a. in einer Partnerschaft.

Mangelnde Sicherheit – du bist dir deiner Liebe nicht sicher. Du hast Angst, deine/n Partner/in zu verlieren, v.a. an jemand anderen.

Auch hier kannst du dich hineinspüren, warum das so ist.

Liegt es daran, dass du dich selbst nicht für die Liebe würdig hältst?

Oder daran, dass du nicht vertrauen kannst?

Oder liegt es daran, dass du im Besitz-Denken bist – aus einem typischen Mangel-Denken heraus, du willst etwas/jemanden unbedingt besitzen…

Deine Eifersucht kann dir so unglaublich wertvolle Antworten geben! Lausche, akzeptiere & lass dann los.

Solange du diese Gefühle hast, weißt du, dass dir etwas fehlt.

➤ Wie du damit am besten umgehst:

#1 Erkennen

Erkenne, wieso du Neid, Eifersucht oder Missgunst empfindest. Finde heraus, was dir fehlt.

Frag dich selbst, was du wirklich möchtest. Was steckt dahinter bzw. drunter?

#2 Akzeptieren

Akzeptiere deine Gefühle. Es ist vollkommen okay, sie zu empfinden.

Sag dir das auch selbst! Es ist vollkommen okay.

Und lass dir jetzt nicht einfallen, dich deshalb zu ärgern… Das ist dann das nächste Kapitel.

#3 Loslassen

Nach dem Akzeptieren kommt das Loslassen. Schließlich brauchst du dieses Gefühl aktuell nicht mehr.

Nutze auch hier, wenn du magst, meine Vorschläge aus dem Kapitel Angst.

Mein persönlicher Tipp gegen Mangel-Denken:

Fokussiere dich v.a. auf das, was du wirklich willst! Und nicht auf das, was du nicht hast.

Denk ans Autofahren, konzentriere dich auf die Straße und nicht auf den Straßengraben, denn sonst landest du zwangsläufig dort. Du driftest immer genau da hin, wo dein Augenmerk/Fokus ist…das ist einfach so. (Unterbewusstsein und so – wenn du mehr wissen willst:

alles ist subjektiv

Beschäftige dich mit dir selbst, was brauchst du, was willst du, wer willst du sein etc. und nutze Neid & Eifersucht so, dass du daraus wirklich Positives ziehen kannst.

Hier gilt ebenfalls, nicht verfallen & Kontrolle verlieren. Du hast es in der Hand, diese Emotionen für dich zu nutzen und nicht gegen dich. Erliegst du ihnen und gibst ihnen Macht, arbeiten sie gegen dich. Dann können sie dich blockieren, einschränken & unglücklich machen.

Aber, setzt du dich mit ihnen auseinander und nutzt sie richtig, können sie dir tolle Indikatoren sein.

Gefühle als Indikator | schlechte Gefühle

♡ ÄRGER & WUT

Kommt auch manchmal das Rumpelstilzchen aus dir raus? Bzw. nicht wirklich raus, weil wir sollen ja nicht mit dem Fuß aufstampfen und unseren Ärger zeigen…

Ich formuliere um: Will Rumpelstilzchen manchmal raus?

Und verdrängst du es? Oder schämst dich hinterher?

Gehen wir deinem Ärger auf den Grund. Wieso ärgerst du dich eigentlich?

❤ Du fühlst dich persönlich angegriffen – in deinem Selbstwert & deiner Selbstachtung herabgesetzt.

❤ Du hattest eine Erwartung, die du gefordert hast und die nicht eingetroffen ist.

Die Gemeinsamkeit der beiden Gründe liegt in deiner eigenen Bewertung. Du bewertest die Erwartung genauso wie deinen Selbstwert & deine Selbstachtung.

Einerseits hast du bestimmte Forderungen & Erwartungen an Menschen, Dinge & Situationen, und glaubst somit alles muss entsprechend deiner eigenen persönlichen Sichtweise geschehen. Ohne daran zu denken, dass andere Menschen ganz andere Sichtweisen, Denkmuster & Wertesysteme haben.

Im Grunde bewertest du die Situation, die dich ärgert, dementsprechend – nämlich als schlecht, als negativ.

Meist geht es dann noch weiter, weil du dich dann ja über deinen Ärger ärgerst, weil ja auch der schlecht bewertet wird… und aus Ärger wird Wut.

Aber jetzt spanne ich dich nicht länger auf die Folter (bevor du dich noch über mich ärgerst…?).

➤ Was ist nützlich an deinem Ärger?

Zuerst einmal, dass du dein Wertesystem genauer wahrnimmst. Wieso du diese Situation so bewertest, wie du es tust.

Erkenne, wie und warum du bewertest. Betrachte dein Wertesystem. Betrachte deine Werte. Und auch die Glaubenssätze, die deinen Werten zugrunde liegen.

Und auch den Ärger kannst du sogar richtig positiv nutzen, denn oftmals ist dieses Gefühl der Arschtritt, den du brauchst, um etwas zu verändern. Ärger kann dir sogar Kraft geben.

➤ Dazu ist es aber auch wichtig, dass du mit deinem Ärger richtig umgehst:

#1 nicht unterdrücken

Einfach mal rauslassen. Ärger dich. Lass es raus.

Verdrängen & Unterdrücken bringen dir nämlich nichts.

Aber bleib nicht in dieser Emotion hängen. Wenn du nämlich anfängst, dich ärgerlich im Kreis zu drehen, dann bauschst du alles auf und verlierst dich darin. Das ist dir nicht nützlich.

Wenn du dich jetzt zB in einer Situation mit einem Konflikt-Partner befindest, empfehle ich dir allerdings, deinen Ärger nicht akut an ihm/ihr rauszulassen. Das könnte kontraproduktiv sein.

Hierfür hätte ich für dich folgende Erste-Hilfe-Maßnahme:

#1 Sag dir selbst STOPP | Halte inne & sag dir einfach mal HALT

#2 Atme ganz tief ein & aus | 4-3-5-10 Formel | 4 Sek. einatmen – 3 Sek. halten – 5 Sek. ausatmen – mind. 10 x

#3 Zeige Mitgefühl mit dir selbst | Akzeptiere dich & sag dir Positives

Was auch hilft, ist Abstand zu gewinnen. Egal, ob du einfach aus dem Raum gehst, an die frische Luft, eine Nacht darüber schläfst – mit einigermaßen Distanz kannst du die Situation neu bewerten, meist sieht die Bewertung dann schon positiver aus.

Bei Konflikt-Situationen empfehle ich immer offene Kommunikation – darunter fällt auch Trigger erkennen, Perspektiven-Wechsel & Wertesysteme anerkennen.

Mehr dazu findest du in folgendem Artikel |Abschnitt Kommunikation:
Abschnitt | Kommunikation

#2 Akzeptieren

Akzeptiere, dass du dich ärgerst. Akzeptiere, dass du die Dinge entsprechend bewertest. Und akzeptiere, dass alle Gefühle Teile von dir sind.

Hab Mitgefühl mit dir selbst!

Sei nett zu dir! Du bist nicht schlecht, nur weil du dich ärgerst!

Akzeptiere, dass Ärger einfach menschlich ist. Dass Ärger einfach mit deiner ganz persönlichen Bewertung von Dingen, Situationen & Menschen zusammenhängt.

Und so paradox es jetzt für dich klingt, du wirst nur dann weniger Ärger empfinden, wenn du deinen Ärger akzeptierst.

#3 Loslassen

Lass deinen Ärger los.

Egal, ob du ihn als Luftballon einfach wegfliegen oder wie Nebelschwaden auflösen lässt – lass ihn los.

Gewöhn dir ein Visualisierungs-Ritual an, das dir beim Loslassen hilft. Sieh einfach beim Abschnitt ANGST nach.

Es ist nur Übungssache. Glaube mir. Trainiere dir dieses Ritual an und wende es regelmäßig an. Nicht nur bei Ärger…

Akzeptieren & loslassen | schlechte Gefühle

♡ ENTTÄUSCHUNG

Enttäuschung zeigt sich bei dir, wenn du etwas Bestimmtes erwartest und das dann so nicht eintrifft. Ähnlich wie beim Ärger, forderst du insgeheim von der Situation einen bestimmten Ausgang, vom Menschen eine bestimmte Reaktion oder ein bestimmtes Verhalten oder dass sich sowieso alles nach deiner Regie richtet.

Für dich ist diese Erwartung so fest verankert, dass du aus allen Wolken fällst, wenn sie nicht eintrifft.

Du kannst aber anhand deiner Enttäuschung Folgendes sehr gut erkennen:

  1. Welche Erwartungen du an andere Menschen hast – gleiche das mit deinem Werte- & Glaubenssystem ab und erkenne die maßgeblichen Unterschiede.
  2. Welche Erwartungen du an Situationen hast – auch hier erkennst du gut deine Denkmuster.
  3. Was du von dir selbst erwartest – hier kannst du deinen Selbstwert erkennen, deine Grenzen und etwaigen Perfektionismus.
  4. Wahrheit – ja, hinter deiner Enttäuschung kannst du sehr gut die Wahrheit entdecken.

➤ Wie kannst du deine Enttäuschung nun für dich nutzen:

#1 Erkennen

Siehe die obigen 4 Punkte und mach dir bewusst, warum du wirklich enttäuscht bist, welchen Erwartungen du aufgesessen bist. Und wieso du keinen Einfluss auf das Verhalten der Menschen, das Entwickeln der Situation oder das Eintreffen oder Nicht-Eintreffen deiner Erwartung hast.

Werde dir klar darüber, dass diese Enttäuschung auch ein Gefühl deiner Bewertung ist, deiner insgeheimen Forderung an die Welt, sich deines Wunsches entsprechend zu verhalten.

#2 Akzeptieren

Akzeptiere, dass andere Menschen anders denken, sich anders verhalten, halt ebenfalls einzigartig sind – genauso wie du.

Desweiteren akzeptiere, dass du enttäuscht bist. Ja, es ist vollkommen okay, enttäuscht zu sein. Wieso auch nicht?

Du bist jetzt schlauer. Kennst dich besser – deine Erwartungen. Und du kennst, wenn du genauer beobachtest, dein Umfeld besser. Mit jeder Enttäuschung bekommst du mehr Einblicke in Wahrheit, Denkmuster & Wertesysteme.

#3 Loslassen

Und jetzt lass die Enttäuschung los. Häng dich nicht dran auf. Du hast gelernt, du machst weiter.

Nutze wieder dein Visualisierungs-Ritual, um das Gefühl loszulassen.

Komm jetzt bloß nicht auf dumme Gedanken…

Komm bloß nicht auf den Gedanken, dir selbst irgendwelche Vorwürfe zu machen. Erwartungen zu haben, ist absolut normal. Selbst übertriebene. Wir sind nun mal so, wir malen uns die Situationen im Vorfeld aus. Denken über die verschiedenen Ausgänge nach. Die Optionen. Und noch so einiges mehr.

Vorausplanen, Abwägen gehörte immer schon zum Überleben dazu. Und Enttäuschungen sind da einfach vorprogrammiert. Weil du nicht alle Wahrscheinlichkeiten berechnen kannst. Das ist einfach nicht möglich.

Darum nutze das Gefühl, um dich besser kennenzulernen. Außerdem sind positive Erwartungen ein richtig guter Antreiber! Sonst würden wir gar nichts mehr machen wollen…

Schau einfach genau hin, wo stellst du Forderungen, die nicht eingehalten werden können – auch an dich selbst – und ändere das. Gib dir aber auch die Zeit, die du dafür brauchst.

Erwartungen & ihre Auswirkungen | schlechte Gefühle

♡ STOLZ

Das geht jetzt an alle Frauen, die immer wieder gesagt bekamen: Sei nicht stolz! Das schickt sich nicht! Oder so ähnlich….

Stolz wird gerne als negativ angesehen.

Und das Ablehnen des Stolzes untergräbt leider dein Selbstwertgefühl.

Kein Selbstwert = kein Stolz

Definition laut Duden:

a) ausgeprägtes, jemandem von Natur mitgegebenes Selbstwertgefühl

b) Selbstbewusstsein und Freude über einen Besitz, eine [eigene] Leistung

DUDEN

Für deinen Selbstwert ist es unabdingbar, dass du stolz auf dich als Mensch, auf deine Fähigkeiten, deine Gaben &Talente sowie deine Erfolge bist.

Wenn du jetzt allerdings ständig damit bombardiert wirst, du darfst nicht stolz sein, wie kannst du dann einen hohen Selbstwert haben? Das geht eben nicht.

Deshalb haben so unglaublich viele Menschen ein niedriges Selbstwert-Gefühl.

Beim einen äußert es sich, dass er sich minderwertig fühlt und verkriecht. Beim anderen, dass er andere Menschen runterdrücken muss, um sich selbst gut zu fühlen.

Stolz gehört wie Angst, Ärger & Freude zu den elementaren Emotionen, welche angeboren sind.

Natürlich kann, wie bei jedem anderen Gefühl auch, ein Extrem davon, negative Auswirkungen haben. Wobei auch hier das Negativ eine Bewertung aufgrund von Glaubenssätzen & Denkmustern ist.

Wenn Stolz in Überheblichkeit umschlägt. Allerdings ist das mehr das Problem des Überheblichen – seine Themen, seine Denkmuster, etc. – auch hier kann der-/diejenige sehr viel über sich lernen.

Bleiben wir beim herkömmlichen Stolz, sonst wird dieser Artikel viel zu lang…

Gib dir die Erlaubnis, stolz zu sein…

Nimm einfach die positive Definition für Stolz her:

Freude über deine Leistungen! Selbstbewusstsein, weil du weißt, was du kannst & wer du bist!

Dir selbst, nur weil deine Glaubenssätze dir das einreden wollen, deinen Selbstwert nicht zuzugestehen, ist einfach nicht richtig. Du tust dir damit selbst nichts Gutes.

Ein hohes Selbstwertgefühl ist wichtig, damit du

  • ein zufriedenes Leben führen kannst
  • Ziele erreichen & Träume realisieren kannst
  • überhaupt in die Gänge kommst
  • dich nicht ausnützen lässt
  • schwierige Aufgaben erledigen kannst
  • emotional stark & stabil bist
  • mit Ängsten umgehen kannst
  • uvm.

Diese Liste kann ich noch ewig weiterführen… Ich denke aber, du weißt, worauf ich hinaus will.

Du brauchst Stolz für dein Selbstwertgefühl. Und du brauchst deinen Selbstwert für dein erfülltes Leben.

Erkenne deinen Stolz an. Er ist nicht negativ. Er kann dir helfen.

Darum sei stolz auf dich! Zeige das! Lebe das!

Und wenn dir jemand etwas Anderes sagt, dann kontere ganz einfach: „Das ist dein Glaubenssatz – und nicht meiner! Ich erlaube mir, stolz auf mich & meine Leistung zu sein! Weil das wichtig für mich ist!“

Denk immer daran, deine Glaubenssätze setzen dir Grenzen. Du kannst deine Glaubenssätze ändern und damit deine Grenzen versetzen – oder sogar sprengen!

Grenzen überwinden & sprengen | schlechte Gefühle

♡ MUTLOSIGKEIT & VERZWEIFLUNG

Wenn du mutlos und/oder verzweifelt bist, dann fühlst du dich dem Schicksal ausgeliefert, als hättest du vollkommen die Kontrolle verloren und nichts würde mehr in deiner Hand liegen.

Du zweifelst, an dir, an deinen Fähigkeiten, daran, etwas verändern zu können.

Dir fehlt der Mut & die Kraft, etwas zu tun.

Ganz ehrlich, daran etwas Nützliches oder gar Positives zu finden, ist verdammt schwer.

Aber es geht nicht darum, diese Gefühle zu bewerten, das tust du nämlich sowieso. Es geht darum, einen Nutzen daraus zu ziehen.

Einsamkeit begleitet diese Gefühle. Sie zeigen dir auf, dass du dich unsicher& einsam fühlst. Dass du deine Fähigkeiten nicht wahrnimmst, dass deine Sichtweise sehr dunkel & pessimistisch ist – v.a. dir selbst gegenüber. Diese Gefühle zeigen dir deine Lebenseinstellung.

Um sie wirklich nutzen zu können, musst du da natürlich auch wieder heraus.

Mutlosigkeit & Verzweiflung sind sehr tiefe Gefühle, die meist nach vielen Spiralen nach unten auftauchen.

#1 Erkennen

Erkenne, was deine Mutlosigkeit, Verzweiflung oder auch Hilflosigkeit dir aufzeigen will. Auch hier liegt viel Angst zugrunde.

  • Was lässt dich verzweifeln?
  • Welches Thema ist es?
  • Wovor hast du Angst?
  • Bist du wirklich einsam? – Familie, Partner, Freunde etc.
  • Was willst du wirklich?
  • Wieso fällt es dir so schwer, dir selbst zu vertrauen?

#2 Akzeptieren

Akzeptiere, dass es momentan einfach so ist. Du kannst weder mit Vorwürfen noch mit Selbstgeißelung etwas erreichen.

Mit der Akzeptanz kannst du auch besser Lösungen umsetzen, die dir aus der Verzweiflung heraushelfen.

Geh spazieren, treibe Sport – komm aus deiner physischen Bewegungsunfähigkeit – das hilft dir auch aus deiner seelischen Starre.

Sprich dich aus – teile deine Gedanken mit jemandem, dem du vertraust. (Halbwegs) objektiver Input ist hilfreich. Oder such dir professionelle Hilfe! Du musst da nicht alleine durch.

Aktiviere deine Kraft – such dir alte, bewährte Rituale heraus, die dir früher geholfen haben.

Such dir eine Lösung für dein Problem – du bist sicher nicht als Einzige/r damit beschäftigt. Verabschiede dich von der perfekten Lösung und suche ev. eine zweitbeste Lösung oder eine Teillösung.

Verändere eventuell deinen Weg, dein Ziel – entweder in Zwischen-Etappen unterteilen oder vielleicht sogar ein ganz neues Ziel in Erwägung ziehen.

#3 Loslassen

Auch hier wieder, nutze ein spezielles Ritual fürs Loslassen. Lerne, loszulassen.

Kampf gegen schlechte Gefühle loslassen

Zusammenfassung

Du wirst immer wieder Gefühle haben, die du als negativ bewertet hast.

Und ich weiß, dass es sehr schwer sein kann, mit deinen eigenen Gefühlen gut umzugehen.

Es ist ein Prozess.

Und ich möchte mit diesem Artikel weder schwere & tiefgreifende Gefühle verharmlosen noch dir weismachen, dass du alles immer alleine machen kannst.

Wenn du Hilfe brauchst, dann schäm dich keinesfalls dafür!
Sondern nimm sie in Anspruch! Du musst nicht alles alleine machen! Und du bist nicht allein!

Ich möchte dir mit dieser Beleuchtung der meist als negativ bewertenden Emotionen einfach einen anderen Blickwinkel aufzeigen. Sie sind nämlich nicht per se schlecht. Wir definieren & bewerten sie nur dementsprechend, aber wir haben sie nun mal!

Es ist immer hilfreich, sich mit den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen, sich ihnen zu widmen & aus ihnen zu lernen. Damit du sie auch für dich nutzen kannst.

Ich möchte dich einfach mit deinen Gefühlen besser bekannt machen. Dir einen alternativen Umgang mit ihnen aufzeigen. Sie zu akzeptieren ohne dich darin zu verlieren.

Mein 3 Schritte Programm

Dir ist sicher aufgefallen, dass die 3 Schritte für den Umgang mit den Gefühlen, immer die selben sind.

Das sind meine 3 Schritte aus meinem Coaching-Konzept, die nicht nur mir sondern auch meinen Klient(inn)en ausgezeichnet helfen, mit unseren Gefühlen sehr gut umzugehen.

Du wirst vermutlich nicht gleich von Anfang an, diese Schritte super umsetzen können. Es ist ein Prozess und erfordert Übung. Das regelmäßige Anwenden & Auseinandersetzen – Zuhören & Erkennen, Akzeptieren und Loslassen. Aber es lohnt sich und wenn du dir dies antrainiert hast, wirst du bald schnelle Erfolge damit erzielen.

Die volle Gefühls-Palette – in all ihrer Pracht

Uns steht die volle Gefühls-Palette zur Verfügung. Alle Emotionen. Und doch wird uns vorgemacht, dass wir nur eine bestimmte Anzahl davon fühlen sollten.

Ja, geht’s noch?!

Stell dir vor, du schreibst ein Buch und dürftest nur 10 Buchstaben vom Alphabet dafür verwenden. Ach ja, die 10 sind dir auch noch fix vorgegeben…keine Wahlmöglichkeit.

Dass diese Buch nicht unbedingt großartig werden wird, dürfte klar sein.

Worauf will ich hinaus:

Um ganz & wahrhaftig zu sein, darfst du alle Gefühle empfinden.

Erlaube dir das einfach. Lass die Glaubenssätze, die dir das verbieten, einfach los.

Sei du selbst – mit allem Drum & Dran!

Du kannst alle Gefühle sinnvoll für dich nutzen! Wenn du es richtig anstellst!

Balance | schlechte Gefühle

Gefühle haben folgende Vorteile

Gefühle…

  1. bringen dich zum Handeln
  2. motivieren
  3. helfen dir, dich selbst kennenzulernen (deine Bedürfnisse, deine Motive, dein Verhalten etc.)
  4. bringen Höhepunkte/Spannung in dein Leben
  5. sind perfekte Indikatoren & Wegweiser
  6. machen dich lebendig (okay, vielleicht identisch mit Punkt 4…?)

Ganz wichtig, du brauchst deine Gefühle, um deine Bedürfnisse zu erkennen & sie zu erfüllen.

Mehr darüber erfährst du im Artikel ERFÜLLE DEINE BEDÜRFNISSE.

Das ganze Geheimnis ist die Balance

Wenn du mit all deinen Facetten im Einklang bist, du in Balance bist, dann ist dein ganzes Sein viel harmonischer. Keine Extreme, keine massiven Schwankungen, keine Disharmonie. Sondern eine wunderschöne & liebevolle Komposition, gespielt vom besten Orchester der Welt.

Darum lerne, mit all deinen Gefühlen umzugehen, sie zu akzeptieren, anzunehmen und den Kampf dagegen loszulassen.

Ob du die Kontrolle hast oder deine Gefühle Überhand nehmen, kannst du bestimmen.

Ja, es ist ein Prozess.

Und nein, es geht nicht nur mit einmal damit auseinandersetzen.

Denk immer daran, wie lange du deine Gefühle schon negativ bewertest, unterdrückst, verdrängst & unter den Einflüssen der Verdrängung leidest.

Denn das Schlecht-Fühlen kommt nicht vom Gefühl an sich. Es kommt daher, dass du dieses Gefühl schlecht behandelst. Und dich selbst noch dazu…

Um das wieder zu lösen, den Einklang zu finden, solltest du wieder zu dir finden, zu deinen Gefühlen ~ zu allen. Wieder deine Verbindung zu deiner Gefühlsebene herstellen. Und das ist nun mal ein Prozess, der Zeit erfordert.

Darum gib sie dir. Bleib dran. Lerne, deine Gefühle zu leben. Deine Gefühle zu akzeptieren ~ und anzunehmen.

Und v.a. dich selbst mit alle dinen Gefühlen, mit all deinen Facetten anzunehmen.

Denn eines sollte dir klar sein:

Du bist einzigartig & wundervoll! Genauso wie du bist!

Und darum geht es. Um dich! Um deine Balance.

Behandle dich & deine Gefühle liebevoll!
Und finde deine Balance!

Ich hoffe, dir mit meiner Beleuchtung der negativ bewerteten, missverstandenen Gefühle etwas Einblick verschafft zu haben.

Wie immer gilt:
Nimm dir mit, was stimmig & brauchbar für dich ist!
Alles Liebe, Daniela

Hier habe ich noch ein bisschen Lesestoff für dich ~ passend zum Thema:

Magische Rauhnächte

Lust auf 12 Nächte voller Magie?

Eintauchen in die Rauhnächte ~ in ihre Themen... und so durch Selbstreflexion & Meditation das große Potential des kommenden Jahres magisch zu entfalten?

Dann sei dabei beim Magischen Rauhnächte Workshop ~ zum Eintauchen, Entfalten & Gestalten!